Stadtteil als Bühne

Phoenix e.V.
Theater Gesellschaft 2024
Visuelle Identität

Nicht vor den Wahrzeichen der Altstadt, sondern zwischen Plattenbauten und Nachbarschaftstreff: Die Plattenstufen-Festspiele setzen einen bewussten Kontrapunkt zur etablierten Festivalkultur Erfurts.

Bei den Plattenstufen Festspielen wird Kultur nicht als exklusives Ereignis verstanden, sondern als öffentlicher Raum für Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Nicht über Menschen zu sprechen, sondern mit ihnen. Nicht Defizite sichtbar zu machen, sondern Potenziale. Nicht Abwertung zu reproduzieren, sondern Aufwertung gemeinsam zu gestalten.

Die visuelle Identität der Plattenstufen-Festspiele übersetzt den Anspruch des Festivals in eine Gestaltung, die Offenheit, Teilhabe und Begegnung in den Mittelpunkt stellt. Zwischen Plattenbauarchitektur, öffentlichem Raum und kultureller Intervention bewegt sich ein Erscheinungsbild, das die Vielstimmigkeit des Stadtteils aufgreift und zugleich die demokratische Grundidee des Projekts sichtbar macht.

Statt Distanz zu schaffen, lädt die Gestaltung zur Annäherung ein – an Kunst, an den Ort und an die Menschen, die ihn prägen. So wird das Festival nicht nur als kulturelles Ereignis wahrnehmbar, sondern als Teil eines Quartiers, in dem Kunst dort stattfindet, wo das Leben spielt.

Im Zentrum der Gestaltung steht der Glockenturm am Platz der Völkerfreundschaft – das Wahrzeichen des Rieths und visuelle Klammer des Festivals. Leuchtende Farben setzen einen bewussten Kontrast zur oft bemühten Grau-in-Grau-Erzählung der Platte und machen die Plattenstufen-Festspiele schon von Weitem sichtbar.

© Jonas Walter
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A5 Karten mit kleinen Gedichts-Schnipseln, Briefe an die Nachbarschaft und Plakate zum Ausmalen tragen die Idee des Festivals direkt in den öffentlichen Raum – und machen die Gestaltung selbst zu einer Einladung zur Teilnahme.